HACCP (Hazard Analysis & Critical Control Point) ist ein international anerkanntes systematisches Verfahren für den Aufbau eines sicheren Hygienekontrollsystems. Dieses Verfahren wird weltweit u.a. in Lebensmittel produzierenden Betrieben, im Krankenhausbereich und in anderen Branchen überall dort verwendet, wo hohe Anforderungen an Hygienesicherheit gestellt werden und eine Dokumentation darüber gefordert ist, dass von den produzierten Waren kein gesundheitliches Risiko ausgeht.
Das HACCP System ist in den Sechzigerjahren von der NASA entwickelt worden, die diese Methode nutzte, um zu gewährleisten, dass die in ihren Raumfahrtprogrammen verwendeten Lebensmittel stets von höchster Qualität sind und zu keiner Zeit ein gesundheitliches Risiko für die Astronauten darstellen, da eine Erkrankung katastrophale Folge hätte haben können.
In Dänemark sind das HACCP Verfahren und die Anforderungen eines Hygienekontrollsystems in EN ISO 22000 beschrieben, die für Lebensmittel produzierende Betriebe und ihre Zulieferer gilt.
Das HACCP Verfahren ist so aufgebaut, dass die systematische Untersuchung und Überprüfung aller Prozesse von der Auswahl der Rohwaren über Einkauf, Verkauf, Herstellung, Montage bis zum nachfolgendem Gebrauch in einem Hygienekontrollsystem zusammenläuft, das höchste “Lebensmittelsicherheit” gewährleistet und dokumentiert.
Auf Dänisch wird ein HACCP-System auch “Eigenkontrollprogramm” genannt, da das eigene Hygienekontrollsystem des Betriebs sicherstellen muss, dass die Qualität stets in Ordnung ist, es ist also nicht die Pflicht einer Behörde, dieses zu kontrollieren.
Alle Betriebe und Einzelhändler, die mit Lebensmitteln zu tun haben, müssen heute ein zugelassenes Eigenkontrollprogramm besitzen.